Ausbildung und Karriere im Metallhandwerk in Sachsen

Ausbildungsmöglichkeiten im Metallhandwerk

  • Überblick der Ausbildungswege im sächsischen Metallhandwerk
  • Vorstellung der Ausbildungsinhalte in aller Kürze

Metallbauer

  • Fachrichtung: Konstruktionstechnik
  • Fachrichtung Metallgestaltung
  • Fachrichtung Nutzfahrzeugbau

Was macht man in diesem Beruf?

Metallbauer/innen der Fachrichtung Konstruktionstechnik fertigen und montieren Überdachungen, Fassadenelemente, Tore, Fensterrahmen oder Schutzgitter aus Stahl oder anderen Metallen. Häufig stellen sie Einzelstücke speziell nach Kundenwunsch her. Sie richten sich nach technischen Zeichnungen, wenn sie von Hand oder maschinell Leichtmetalle oder Stahl be- und verarbeiten.

Metallbauer/innen der Fachrichtung Metallgestaltung fertigen und montieren Bauteile mit schmückendem Charakter, z. B. Gitter, Geländer, Leuchten und andere Zier- oder Gebrauchsgegenstände. Meist stellen sie Einzelstücke her, sei es nach Kundenwunsch oder nach eigenen Entwürfen.

Metallbauer/innen der Fachrichtung Nutzfahrzeugbau stellen Fahrzeug-rahmen, Karosserien, Fahrwerke und Aufbauten für Nutzfahrzeuge und Maschinen her, die z.B. im Speditionswesen oder in der Land- und Forstwirtschaft zum Einsatz kommen. Nach Skizzen und Zeichnungen fertigen sie Bauteile aus Stahl- bzw. Nichteisenmetallblechen und profilen.

Feinwerkmechaniker

  • Schwerpunkt Maschinenbau
  • Schwerpunkt Werkzeugbau
  • Schwerpunkt Feinmechanik
  • Schwerpunkt Zerspanungstechnik

Was macht man in diesem Beruf?

Feinwerkmechaniker/innen fertigen metallene Präzisionsbauteile für Maschinen und feinmechanische Geräte und montieren diese zu funktionsfähigen Einheiten. Dabei bauen sie auch elektronische Mess- und Regelkomponenten ein. Häufig verwenden Feinwerkmechaniker/ innen dazu computergesteuerte Werkzeugmaschinen, zum Teil führen sie die Arbeiten aber auch manuell aus.

Feinwerkmechaniker/innen arbeiten hauptsächlich in Betrieben

    – des Maschinen- und Werkzeugbaus,
    – bei Herstellern von feinmechanischen Erzeugnissen wie Mess- und
      Prüfgeräten,   
    – in Betrieben, die Bauteile durch Zerspanen produzieren.

Da Feinwerkmechaniker/innen Maschinen, Systeme und Anlagen montieren, sind Kenntnisse im technischen Werken von Vorteil, außerdem solide Kenntnisse in Mathematik, v.a. in Geometrie, und in Physik.

  • Ausbildungsabschlüsse im Metallhandwerk und wie es dann weitergehen könnte

1) Fachkraft für Metalltechnik

Nach dem erfolgreichen Abschluss zur Fachkraft für Metalltechnik besteht nach weiteren 1,5 Jahren Ausbildung die Möglichkeit die Facharbeiterprüfung zum Metallbauer abzulegen.

2) Metallbauer/-in und Feinwerkmechaniker/-in

Im Anschluss an den erfolgreichen Abschluss der Facharbeiter-ausbildung kann eine Weiterbildung zum Metallbaumeister absolviert werden. Mit diesem Abschluss ist es dem frisch gebackenen Meister unter anderem möglich einen Metallbaubetrieb zu übernehmen.

3) Metallbauer/-in, Fachrichtung Konstruktionstechnik mit Abitur

Nach der erfolgreich absolvierten dualen Ausbildung im Ausbildungs-betrieb und dem beruflichen Gymnasium, erwirbt der Auszubildende den Facharbeiterabschluss als Metallbauer/ FR Konstruktionstechnik und die allgemeine Hochschulreife. Damit ist der Absolvent berechtigt eine Meister- oder Technikerausbildung zu beginnen oder auch ein Hochschulstudium seiner Wahl aufzunehmen.

Ausbildungsstätten

Die Ausbildungsstätten für Metallbauer/-in und Feinwerkmechaniker/-in bzw. für Metallbauer/-in, Fachrichtung Konstruktionstechnik mit Abitur können über den nachfolgenden QR-Code in der Kartenübersicht abgerufen werden. In dieser Karten sind die Standorte der Ausbildungsbetriebe und beruflichen Schulzentren vermerkt

Zugangsvoraussetzung und Ausbildungskonzept für die DuBAS-Ausbildung

Um eine DuBAS-Ausbildung beginnen zu können, sind die Aufnahmevoraussetzungen für das Berufliche Gymnasium zu erfüllen. Laut der Schulversuchserlasse des Sächsischen Ministeriums für Kultus benötigen die Schüler/-innen ein Realschulabschlusszeugnis mit einer Durchschnittsnote besser als 2,5. In den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch, Physik, Chemie und Biologie benötigen sie mindestens dreimal die Note »»gut««. Die Zensuren der übrigen genannten Fächer dürfen nicht schlechter als »»befriedigend«« sein. Es wird neben einer hohen Leistungsbereitschaft ein großes Interesse insbesondere an MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) erwartet.

Die DuBAS-Ausbildung wird im Blockunterricht durchgeführt, wobei ein Block idealerweise etwa vier Wochen umfasst, aber auch z. B. in der Sommerzeit bis zu sechs Wochen oder länger dauern kann. Abbildung 1 zeigt schematisch den Ablauf der doppelqualifizierenden Ausbildung. Die farbig unterlegten Abschnitte symbolisieren die Blockwochen, weiterhin sind die festgelegten Prüfungszeiten markiert.

Abb.1

In der ersten Hälfte des ersten Ausbildungsjahrs besuchen alle Schüler/-innen in Vollzeit die Schule und absolvieren Pflichtpraktika. Diejenigen mit dem Ziel einer Metallausbildung beginnen in der zweiten Hälfte des ersten Ausbildungsjahrs mit ihrer dreieinhalbjährigen dualen Ausbildung. Die Schüler/-innen wechseln nun in regelmäßigen Abständen zwischen den beiden Ausbildungsorten Schule und Betrieb.

Sie nehmen an regulären Zwischenprüfungen der Kammer teil und absolvieren im vierten DuBAS-Ausbildungsjahr die vorgeschriebenen Facharbeiterprüfungen. Im gleichen Zeitraum finden auch die Abiturprüfungen in den Beruflichen Schulzentren statt. Die Schüler/-innen durchlaufen das sächsische Zentralabitur zu den offiziellen Prüfungsterminen und mit den gleichen Aufgabenstellungen.

Als Absolventen mit zwei Qualifikationen verlassen sie nach vier Jahren die Schule. Schüler/-innen, die die hohen Anforderungen in der Doppelqualifizierung nicht erfüllen können, haben die Möglichkeit, in die Berufsausbildung oder in das berufliche Gymnasium zu wechseln. Sie können somit einen der beiden angestrebten Abschlüsse erwerben, ohne die Schule verlassen zu müssen.

Die Ausbildungsstätten für die DuBAS-Ausbildung/ Fachrichtung Konstruktionstechnik können über den nachfolgenden QR-Code in der Kartenübersicht abgerufen werden.

https://www.google.com/maps/d/u/1/edit?hl=de&mid=1Ln0t-Pfrcf28HrGKMJUdaIEG3eN3ItQb&ll=51.08065433165378%2C13.063630745849878&z=8

https://www.google.com/maps/d/u/1/edit?hl=de&mid=14XTHorqgX7T_aA3U6bFPNvpoCIZZ_MLy&ll=51.0655229344254%2C13.484755500000006&z=10

So bewerbt Ihr Euch für eine DuBAS-Ausbildung im Metallhandwerk

Für die Ausbildung am Beruflichen Gymnasium:

Das BSZ unterstützt die Bewerber bei der Suche nach einem Ausbildungsbetrieb. Die Interessenten für das DUBAS-Programm bewerben sich bitte bis spätestens 30. März des Jahres im BSZ Bautzen. Den Aufnahmeantrag für das BSZ findet Ihr auf der Homepage des BSZ Bautzen (www.bszbautzen.de) unter Service; Berufliches Gymnasium; Formular; Aufnahmeantrag BGY

Für die Ausbildung im Betrieb:
bei einem Ausbildungsbetrieb, welcher die Duale Berufsausbildung mit Abitur anbietet sollte dann spätestens bis zum 29.02.des Folgejahres ein unterschriebener Ausbildungsvertrag mit dem Betrieb vorliegen.

Fördermöglichkeiten und Unterstützungsangebote

Finanzielle Unterstützung kann im ersten halben Jahr der Ausbildung über die Beantragung von Schüler-BAföG realisiert werden.
Im weiteren Verlauf der Ausbildung steht dem Auszubildenden die reguläre Ausbildungsvergütung zur Verfügung. Bei Erfüllung der entsprechenden Voraussetzungen können Leistungen der Berufsausbildungsbeihilfe bzw. Leistungen für die auswärtige Unterbringung von Berufsschülern beantragt werden.